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Sozialpolitik
   

ArbeitnehmerInnen und Familien müssen wir von Sozialabgaben entlasten. Steuern zu senken hilft wenig, da von Steuersenkungen vor allem Bezieher höherer Einkommen profitieren.

Die Sozialversicherungen sind stärker über Steuern zu finanzieren. Das nimmt Druck vom Nettoeinkommen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und mindert die "Flucht" in Scheinselbständigkeit, Leiharbeit und Schwarzarbeit.

Große Vermögen und Erbschaften sind für öffentliche Aufgaben heranzuziehen. Derzeit werden Vermögen gar nicht besteuert. Die Freibeträge und Steuersätze für Erbschaften und Schenkungen sind viel niedriger als die für Erwerbseinkommen. Wer nicht tut und sich beschenken lässt oder erbt, wird viel besser gestellt als derjenige, der hart für sein Geld arbeitet. Das ist ungerecht.

Über eine Bürgerversicherung müssen auch Selbständige und Beamte am Sozialstaat beteiligt werden. Wir brauchen eine gesetzliche Krankenversicherung für alle, in der es keine Zweiklassenmedizin gibt. Im Gesundheitswesen brauchen wir Wettbewerb um die beste Versorgung, die besten Leistungen und den geringsten Verwaltungsaufwand. Was wir nicht brauchen, ist ein Wettbewerb um die gesündesten Patienten.

Mit der Weiterentwicklung der Rentenversicherung hin zu einer Erwerbstätigenversicherung soll darauf reagiert werden, dass Erwerbsbiographien zunehmend unstet verlaufen: Unterbrechungen oder Wechsel zwischen Selbständigkeit und abhängiger Beschäftigung.

 

Aktuelle Literatur zur Sozialpolitik
   
Diether Döring, Jörg Heinel, Volker Meinhardt, Klaus Michaelis, Bernd Schulte, Heinz Stapf-Finé, Reinhold Thiede, Kerstin Windhövel, Rudolf Zwiener:
Erwerbstätigenversicherung - Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung

Franz Marhold, Dieter Döring, Thomas Gächter:
Deutschland auf dem Weg zur Erwerbstätigenversicherung - Hat die Organisation der Altersvorsorge der Schweiz und Österreichs für uns eine Vorbildfunktion?

Bodo Lippl:
Klare Mehrheiten für den Wohlfahrtsstaat - Gesellschaftliche Wertorientierungen im internationalen Vergleich

Werner Eichhorst, Regina Konle-Seidl:
Schon drinnen oder noch draußen? Soziale Ausgrenzung und Aktivierung im internationalen Vergleich

Harald Georgii:
Ersetzung der Arbeitgeberbeiträge durch eine Wertschöpfungsabgabe?

Beschluss der SPD Friedrichshain-Kreuzberg:
Jetzt nicht die Steuern senken

 

Gesetzesmaterialien
   

Gesetze zur Grundsicherung:

Gesetze zur Rentenversicherung:

 

 
   

 

 

 
 
 

Harald Georgii, Jurist Regierungsdirektor

geboren am 18.3.1967 in Ravensburg. Zivildienst in einer Einrichtung für Obdachlose und Nichtsesshafte. Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg, Paris und Köln.

Seit 1996 beim Deutschen Bundestag, u.a. im Bereich Haushalt und Finanzen, Verfassungsrecht und in Untersuchungs- ausschüssen.

Vor Ort engagiert als Vorsitzender der SPD Kreuzberg 61 und Mitglied mehrerer lokaler Initiativen.

 
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